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Aktuell

«Was wollt ihr denn noch?»

Ausstellung zu 50 Jahre Frauenstimmrecht, 4. Juni bis 18. Dezember 2021

Foto: © Mali Lazell

Frauen aus Zürich und der ganzen Schweiz standen und stehen bis heute mit Mut, Wut und Lust für ihre Vorstellungen einer demokratischen Gesellschaft ein. Die Ausstellung «Was wollt ihr denn noch?» im Stadthaus Zürich würdigt dieses Engagement.

Eine Demokratie ist ein Raum, in dem unterschiedliche Meinungen gebildet, geprüft und ausgesprochen werden und gemeinsam entschieden wird. So das Ideal. Aus diesem Raum der Stimm- und Wahlberechtigten blieben die Frauen in der Schweiz skandalös lange ausgeschlossen. Mit langem Atem haben sie sich ein elementares Recht erkämpft.

1971 war es endlich geschafft. Oder fing es da erst an? Was ist seither geschehen? Und was wollen Frauen denn noch? Diesen Fragen geht die Ausstellung nach. Es geht um Forderungen und Wünsche: nach Selbstbestimmung, nach eigenen Räumen und guter Arbeit, nach Rechten und nach anderen Formen der Politik. Es geht um Entscheide und Wagnisse, um die Zusammenarbeit unter Frauen, um Lohnklagen, um Kinder, um Möglichkeiten, mit und ohne Stimmrecht die Stimme zu erheben, und um Freiheit.

Begleitprogramm

Die Ausstellung wird von einer breiten Palette an Veranstaltungen, Führungen, (virtuellen) Stadtrundgängen und Angeboten für Schulen begleitet. Dazu gehören der BiblioTalk «FrauenStimmen», die Veranstaltung «Unerhöhrte Stimmen?» und das von der Fachstelle zusammengestellte Unterrichtsmaterial. Der BiblioTalk am 9. September 2021 zu Widerständen gegen die Gleichstellung gehört ebenfalls zum Begleitprogramm der Ausstellung.

Ausstellungswebsite

Widerstand gegen Gleichstellung: Männer, Meinungen, Institutionen?

BiblioTalk , 9. September 2021

Als Begleitveranstaltung zur Ausstellung «50 Jahre Frauenstimmrecht. Was wollt ihr denn noch?» findet am 9. September der BiblioTalk «Widerstand gegen Gleichstellung: Männer, Meinungen, Institutionen?» mit Prof. em. Dr. René Levy statt.

Wie weit die Sache der Gleichstellung im halben Jahrhundert seit der Einführung der gleichen politischen Rechte gediehen ist und weshalb nicht weiter, ist das Thema des Abends. Die These ist: Die folgenreichsten und hartnäckigsten Widerstände gehen nicht von Individuen aus, sondern von unseren Institutionen.

Donnerstag, 9. September 2021, 18.00–19.30 Uhr

Mehr Informationen & Anmeldung

Unterrichtsmaterial zu 50 Jahre Frauenstimm- und Wahlrecht

Bild: Schweizerisches Sozialarchiv

Bis 1971 hatten Bürgerinnen in der Schweiz kein politisches Mitsprachrecht. Aus heutiger Sicht kaum mehr vorstellbar – insbesondere für die jüngere Generation. Anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums des Frauenstimm- und Wahlrechts hat die Fachstelle eine Sammlung an Unterrichtsmaterial zusammengestellt: Vom Leiterlispiel über historisches Filmmaterial bis hin zu einem Online-Lernmodul.

Das Material beschäftigt sich auch mit der Gegenwart und Zukunft: Welche Bevölkerungsgruppen sind nach wie vor von der politschen Mitsprache ausgeschlossen? Und in welchen Gleichstellungsbereichen besteht nach wie vor Handlungsbedarf?

Unterrichtsmaterial Frauenstimm- und Wahlrecht

Wer war...?

Digitaler Stadtrundgang zu berühmten Frauen

Zahlreiche Strassen in Zürich sind berühmten Männern gewidmet. Nur wenige Strassen erinnern an Frauen. Deshalb hat die Stadt Zürich im vergangenen Jahr acht Strassen mit weiblichen Vornamen in den Kreisen 1, 3, 4 und 7 nachträglich berühmten Frauen gewidmet.

Die Strassen wurden mit Hinweistafeln ergänzt. Schilder mit einem QR-Code und einem Link führen auf die dazugehörige Website mit acht kurzen Video-Porträts zum Leben und Wirken der acht Frauen. Ein weiteres Video befasst sich mit der Frage, weshalb Frauen weniger im öffentlichen Raum repräsentiert sind, obschon auch sie in der Zürcher Stadtgeschichte eine wichtige Rolle spielten.

Die Videos wurden im Auftrag der Fachstelle vom Frauenstadtrundgang Zürich produziert.

Videoporträts 

Neuer Leitfaden «Das Gleichstellungsgesetz im Gerichtsverfahren»

Zum 25-Jahr-Jubiläum des Gleichstellungsgesetzes geben die Deutschschweizer Fachstellen für Gleichstellung den Leitfaden «Das Gleichstellungsgesetz (GlG) im Gerichtsverfahren» heraus. Der Leitfaden gibt einen Überblick über die Bestimmungen des GlG und enthält hilfreiche Vorlagen für Gesprächsprotokolle und Rechtsbegehren. Ein Kapitel ist Diskriminierungen aufgrund der Geschlechtsidentität oder der sexuellen Orientierung gewidmet.

Denn: Das Gleichstellungsgesetz ist auch in juristischen Fachkreisen nach wie vor wenig bekannt. Wenn sich Anwältinnen oder Anwälte bei geschlechtsspezifischer Diskriminierung nicht auf das GlG berufen, sondern nur auf die Bestimmungen des Arbeitsvertragsrechts, kann dies für Betroffene weitreichende Folgen haben. Auch Gerichte wenden das GlG gemäss der Studie «Analyse der kantonalen Rechtsprechung 2004–2015» teilweise nicht an, obwohl sie es von Amtes wegen müssten.

Leitfaden «Das Gleichstellungsgesetz im Gerichtsverfahren»

Medienmitteilung

Zürich schaut hin

Gemeinsam gegen Sexismus, Homo- und Transfeindlichkeit

In der Stadt Zürich sollen sich alle Menschen sicher und frei fühlen können – unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Hautfarbe und unabhängig davon, ob sie mit oder ohne Behinderung leben. 

Stadtpräsidentin Corine Mauch und Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart lancierten dazu am 11. Mai 2021 das Projekt «Zürich schaut hin» und stellten ein neues Online-Meldetool vor, mit dem Belästigungen sichtbar gemacht werden können. Bis Ende 2022 werden zahlreiche weitere Massnahmen gegen sexuelle, sexistische, homo- oder transfeindliche Belästigung umgesetzt. Dazu gehören Plakate und Beiträge im öffentlichen und virtuellen Raum, Sensibilisierungsveranstaltungen sowie Weiterbildungen für Berufsgruppen.

Webseite Projekt «Zürich schaut hin»

Medienmitteilung

Broschüre «Was gilt? LGBTI – meine Rechte»

Im Alltag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans und intergeschlechtlichen Menschen (LGBTI) gibt es viele rechtliche Fragen, die mit ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität oder der Variation ihrer Geschlechtsmerkmale zusammenhängen. Eine neue Broschüre beantwortet entsprechende Alltagsfragen.

Die Broschüre ist eine Zusammenarbeit der Fachstelle mit der Stadtberner Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann und der Law Clinic der Universität Genf.

Medienmitteilung

Broschüre «Was gilt? LGBTI – meine Rechte»

Gleichstellungsplan 2019–2022: Viele Massnahmen bereits erfolgreich umgesetzt

Der Stadtrat hat am 27. Mai 2021 den Zwischenbericht zum Gleichstellungsplan 2019–2022 zur Kenntnis genommen. Die Zwischenbilanz fällt positiv aus. Bei der Mehrheit der Massnahmen wurde mit der Umsetzung begonnen. Einige sind bereits vollständig umgesetzt oder weit fortgeschritten. So zum Beispiel das Meldetool «Zürich schaut hin» oder das Mädchensportförderungsprojekt «Atleta».

Bei der Zielvorgabe von 35 Prozent des untervertretenen Geschlechts in den Kaderstufen der Stadtverwaltung geht es ebenfalls vorwärts: Die Anteile betrugen gesamtstädtisch Ende 2020 im mittleren Kader 44,3 Prozent, im oberen Kader 31,5 Prozent und im obersten Kader 29,9 Prozent. 

Zum Zwischenbericht

Gleichstellung in der Schule umsetzen

Ein Schulentwicklungsprogramm mit Informationen und Tipps

Das neu erschienene Schulentwicklungsprogramm «Gleichstellung in der Schule» verschafft Schulen einen Überblick über relevante Felder der Gleichstellung der Geschlechter an Schulen. So etwa die Besetzung von Gremien, die Interaktion mit den Schülerinnen und Schülern, die Wahl von Unterrichtsmaterial oder die Raumgestaltung. Es enthält Tipps zur konkreten Umsetzung sowie weiterführende Informationen.

Das Programm wurde von der Fachstelle in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Zürich PHZH entwickelt. Es steht als PDF kostenlos auf der Website der Fachstelle zur Verfügung.

Schulentwicklungsprogramm

Gleichstellungspreis 2021 geht an Anlaufstelle Sans-Papiers Zürich SPAZ

Engagement für Sans-Papiers Frauen

Foto: Renate Wernli

Der mit 20 000 Franken dotierte Gleichstellungspreis geht in diesem Jahr an die Anlaufstelle Sans-Papiers Zürich SPAZ. Der Stadtrat zeichnet damit das 16-jährige Engagement der NGO mit Sitz in Zürich für die Verbesserung der Situation von Sans-Papiers Frauen aus. Der Gleichstellungspreis wird alle zwei Jahre vergeben.

Die Preisverleihungsfeier findet am Montag, 5. Juli um 19.00 Uhr mit Liveübertragung statt.

Zum Gleichstellungspreis

Gleichstellung von Frau und Mann im Erwerbsleben

Ratgeber mit praktischen Tipps

Titelblatt Ratgeber

Eine Zusammenstellung der Rechte von Arbeitnehmenden gemäss Gleichstellungsgesetz enthält der von unserer Fachstelle mitherausgegebene Ratgeber «Gleichstellung von Frau und Mann im Erwerbsleben». Er gibt praktische Tipps, wie gegen geschlechtsspezifische Ungleichbehandlungen am Arbeitsplatz vorzugehen ist und enthält Angaben zu Anlaufstellen und Gerichtszuständigkeiten im Kanton Zürich.

Ratgeber «Gleichstellung von Frau und Mann im Erwerbsleben»

Weitere Informationen