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Projekt Tagesschule 2025

Flächendeckende Einführung von Tagesschulen

Ab dem Schuljahr 2023/24 werden in einer Zeitspanne von sieben Jahren alle Schulen etappenweise in Tagesschulen überführt werden.

Die Schule Weinberg-Turner ist im Sommer 2020 im Rahmen des Pilotprojektes «Tagesschule 2025 - ein Pilotprojekt des Schulamtes der Stadt Zürich», zusammen mit weiteren Nachbarschulen, in der Pilotphase II, als Tagesschule gestartet. 

Wir haben uns auf diese Umstellung während vier Jahren intensiv vorbereitet:

Wir haben unsere Schule praktisch «auf den Kopf» gestellt. Die Schulhäuser wurden mit neuen Klassen und Stufen gefüllt und die Betreuungsstandorte von Altersdurchmischung auf Stufenbetreuungen umgestellt. Bauliche Anpassungen für die höhere Anzahl von Kinder wurden vorgenommen, sowie die Küchenkapazitäten erhöht. Auch mussten neue Gefässe und Abläufe für die weitere Zusammenarbeit geschaffen werden.

Es war ein ganzes Stück Arbeit!

Trotz der grossen Umstellung für alle über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die über 500 Schulkinder gut unterwegs und die Fluktuation im Team ist nach wie vor sehr gering. Die Arbeitsatmosphäre an unserer Schule ist weiterhin gut und wird als wertschätzend wahrgenommen. Dies kommt nicht zuletzt auch den Schülerinnen und Schüler zugute. Viele SuS fühlen sich wohl und erfreuen sich über die neuen Möglichkeiten den Mittag mit ihren Klassengspändli verbringen zu können, oder über neu gewonnene Freiheiten mit dem «offenen Mittag» und können sich nun so im Klassenverbund besser integrieren.  

Im Pilot haben die Eltern die Möglichkeit das Kind Anfang Schuljahr von den gebundenen Mittagen der Tagesschule abzumelden. Davon haben rund 10% der Eltern Gebrauch gemacht, gleichzeitig aber zum Teil ihre Kinder einfach für weniger Mittage trotzdem in der Betreuung angemeldet. 

Sind wir schon am Ziel? Nein! Eine Tagesschule ist nicht am ersten Tag fertig gebaut. Auch die Vorgängerversion brauchte seine Zeit um zu wachsen. Für die vielen Veränderungen sind wir aber schon mal gut gestartet!

Natürlich gibt es noch Optimierungsmöglichkeiten, Anpassungsbedarf, Wünsche und Ideen. Da ist z.B. die erhöhte Mehrfachnutzung der Räume, die Öffnung der Klassenzimmer über Mittag, die mit den Rückzugsmöglichkeiten und Besprechungsmöglichkeiten für die Mitarbeitenden kollidiert. Da ist die intensivierte Zusammenarbeit zwischen Unterrichts- und Betreuungsbereich, welche neue Abläufe mit sich bringt. Bei den Anfangs- und Schlusszeiten sowie bei er «individuellen Lernzeit» für die Schulaufgaben sind wir noch in der Versuchsphase. Dies um nur ein paar Beispiele zu nennen. 

Es ist ein rollender Anpassungsprozess, welcher im Alltag bereits begonnen hat. Innerhalb der vorgegebenen Rahmenbedingungen suchen wir gemeinsam den optimalen Weg. Frei nach unserem Motto «zäme läbe, zäme lehre» leben wir uns in die Tagesschule hinein und lernen was eventuell angepasst werden soll, kann, muss. Dieser Prozess wird uns eine Weile begleiten und auch partizipativ mit den Mitarbeitenden, SuS und Elterndelegierte ausgewertet.  

Wir sind überzeugt, dass der Weg den wir als Tagesschule eingeschlagen haben ein guter Weg ist, der schlussendlich für alle Schulen in der Stadt Zürich zukunftsträchtig ist.

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