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Publikation

Oktober 2021

Wiederverwendung Fertigbetonelemente – Rückbau Personalhäuser Triemli

Analyse
Titelseite mit Titel Wiederverwendung Fertigbetonelemente
Oktober 2021

Wiederverwendung Fertigbetonelemente – Rückbau Personalhäuser Triemli

Analyse

In der Schweiz haben die Treibhausgasemissionen aus dem Bau von Gebäuden (Erstellung und Abbruch) in den letzten Jahren kaum abgenommen. 

Eine mögliche Strategie dies zu ändern besteht darin, Bauteile aus bestehenden Bauten weiterzuverwenden. Die grösste Wirkung kann dabei durch den Einsatz grossformatiger Bauteile für das Tragwerk und die Fassade erzielt werden. Wie der Erweiterungsbau K118 des Baubüro Insitu in Winterthur zeigt, können so die Treibhausgasemissionen gegenüber einer Realisierung mit neu produzierten Bauteilen um rund 50% reduziert werden.

Die vorliegende Studie hat untersucht, wie sich die in grosser Anzahl vorkommenden Fassaden-Betonelemente der Triemli-Personalhäuser wiederverwenden lassen könnten und was die Auswirkungen auf Kosten und Termine wären. Eine Erkenntnis aus der Studie ist, dass die Wiederverwendung der Fassaden-Betonelemente wieder als Fassade äusserst anspruchsvoll ist. Aus diesem Grund wurden Ideen aufgezeigt, welche von einem «Downsizing» ausgehen. Das heisst, dass Wiederverwendungsorte gesucht werden, bei welchen die technischen und normativen Anforderungen geringer sind als bei einer Wiederverwendung als Fassadenschicht. Gegenüber einem konventionellen Rückbau würden sich die Kosten und die Rückbauzeit durch den sorgfältigeren Rückbau um rund 15% erhöhen bzw. verlängern.