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Was bedeutet nachhaltige Ernährung?

Unsere Ernährung und wie wir mit Lebensmitteln umgehen, haben grossen Einfluss auf die Umwelt – lokal wie global, heute wie morgen. Eine nachhaltige Ernährung ist umweltfreundlich, gesund sowie wirtschaftlich tragbar und für alle zugänglich.

Vier Dimensionen einer Nachhaltigen Ernährung: Umwelt, Gesundheit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit

Die Ernährung gehört zu unseren grossen globalen Herausforderungen. Denn unsere Ernährung verursacht ein Drittel der Umweltbelastung und 20 % der Treibhausgasemissionen unseres Konsums. Eine nachhaltige Ernährung berücksichtigt die Aspekte Umwelt, Gesundheit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit. In der Stadt Zürich sollen Lebensmittel aufgetischt werden, die gesund, sicher und für alle zugänglich sind und die ethisch verantwortungsvoll produziert und umweltverträglich angebaut werden. Wirksame Hebel für mehr Nachhaltigkeit gibt es vom Anbau bis zur Entsorgung.

Ausgewogene Ernährung

Unser Ernährungsstil ist entscheidend für die verursachte Umweltbelastung. Die Empfehlungen für eine gesunde Ernährung stimmen weitgehend mit den Grundsätzen einer klimafreundlichen Ernährung überein: Eine ausgewogene Ernährung ist daher nicht nur gut für die Umwelt und das Klima, sondern auch für unsere Gesundheit.

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung nach der Lebensmittelpyramide. Die Basis bilden pflanzliche Produkte. Verglichen mit der durchschnittlichen Schweizer Ernährung bedeutet das für die Bevölkerung:

  • Mehr Früchte, Gemüse, Nüsse und pflanzliche Fette 
  • Massvoller Fleischkonsum und mehr pflanzliche Alternativen 
  • Weniger tierische Fette, Süsses, Salziges und Alkohol

Durch eine Umstellung auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung nach der Schweizerischen Lebensmittelpyramide könnte die Umweltbelastung der Ernährung um bis zu 30 Prozent reduziert werden.

Food-Waste

Heute geht in der Schweiz rund ein Drittel aller Lebensmittel verloren. Das entspricht aktuell 2,8 Millionen Tonnen. Die grösste Umweltbelastung durch Food-Waste verursachen die Haushalte mit 39 %, gefolgt von der Lebensmittelindustrie (37%) und der Gastronomie (11%). 

Mit einer vollständigen Nutzung aller Lebensmittel könnte die Umweltbelastung der Ernährung um 22 Prozent gesenkt werden.

Nachhaltige Produkte

Saisonal und regional

Gemüse und Früchte wählt man am besten saisonal und aus der Region. So braucht es keine beheizten Gewächshäuser, die viel Energie benötigen, und kurze Transportwege schonen zusätzlich die Umwelt. Denn je nach Transportmittel und Transportdistanz wird die Umwelt unterschiedlich belastet. Am stärksten ins Gewicht fallen Flugtransporte.

Produkte mit Mehrwert 

Produkte mit anerkanntem Label stellen sicher, dass definierte Umwelt- und Sozialstandards erfüllt werden. Die Stiftung für Konsumentenschutz hat zusammen mit Pusch, Helvetas und WWF die 31 wichtigsten Lebensmittel-Labels untersucht, hinsichtlich Nachhaltigkeit bewertet und eine Liste mit empfehlenswerten Labels publiziert. 

Würden nur noch regionale und saisonale Produkte aus biologischem Anbau konsumiert, könnte die Umweltbelastung um bis zu 18 Prozent reduziert werden.

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