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Was bedeutet nachhaltige Ernährung?

Unsere Ernährung und wie wir mit Lebensmitteln umgehen, haben grossen Einfluss auf die Umwelt – lokal wie global, heute wie morgen. Eine nachhaltige Ernährung ist umweltfreundlich, gesund sowie wirtschaftlich tragbar und für alle zugänglich.

Vier Dimensionen einer Nachhaltigen Ernährung: Umwelt, Gesundheit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit

Das übergeordnete Ziel einer nachhaltigen Ernährung ist es, sich so zu ernähren, dass alle Menschen sich gesunde und sichere Lebensmittel leisten können. Gleichzeitig ist die Ernährung ein wichtiger Faktor für Umwelt und Klima. Ebenfalls ist es wichtig, dass die Arbeitskräfte der Land- und Ernährungswirtschaft gute Arbeitsbedingungen haben. Alle diese Aspekte – Umwelt, Gesundheit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit – sind Teil einer nachhaltigen Ernährung.

Gesunde Umwelt für ein gutes Leben

Die Ernährung gehört zu unseren grossen globalen Herausforderungen. Ein Drittel der Gesamtumweltbelastung wird von unserer Ernährung verursacht. Wie wir uns hier und jetzt ernähren, ist entscheidend für die heutige und die künftige Generation, für Zürich und die ganze Welt.

Würden wir uns ausgewogen ernähren und vermehrt nachhaltige Produkte wählen, wäre das für unsere Umwelt ein grosser Gewinn. Aber auch unsere Gesundheit und unsere heimische Wirtschaft würden davon stark profitieren. Jedoch ist für die Umwelt nicht nur was wir essen relevant, sondern auch was wir nicht essen und wegwerfen.

Food Waste reduzieren

Unter Food Waste oder Lebensmittelverluste werden alle Lebensmittel verstanden, die für den menschlichen Verzehr produziert wurden, aber nicht von Menschen gegessen werden. In der Schweiz landet ein Drittel der Lebensmittel im Abfall. Pro Jahr sind das in der Schweiz derzeit 2,6 Millionen Tonnen einwandfreie Lebensmittel. 39 Prozent davon stammen aus den Haushalten. Weitere Verursacher sind die Lebensmittelindustrie (37 Prozent), die Gastronomie (11 Prozent), die Landwirtschaft (9 Prozent) und der Detailhandel (4 Prozent).

Gäbe es keine Lebensmittelverluste, könnte die Umweltbelastung der Ernährung um 22 Prozent gesenkt werden.

Hilft mit, Food Waste zu stoppen.

Ein Drittel aller Lebensmittel geht verloren. Das können wir gemeinsam ändern. Hier geht es zu weiteren Tipps, Tricks und Rezepten.

SAVE FOOD, FIGHT WASTE.

Ausgewogen ernähren

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung nach der Lebensmittelpyramide. Die Basis bilden pflanzliche Produkte. Im Vergleich zu heute bedeutet das für die durchschnittliche Bevölkerung in der Schweiz:

  • mehr Früchte und Gemüse
  • mehr Nüsse und pflanzliche Fette
  • massvoller Fleischkonsum und mehr pflanzliche Alternativen bei der Gruppe der Proteinträger
  • weniger tierische Fette, Süsses und Salziges

Damit könnte die Umweltbelastung durch die Ernährung um bis zu 30 Prozent reduziert werden. 

Nachhaltige Produkte bevorzugen

Saisonal und regional

Gemüse und Früchte wählt man am besten saisonal und aus der Region. So braucht es keine beheizten Gewächshäuser, die viel Energie benötigen, und kurze Transportwege schonen zusätzlich die Umwelt. Denn je nach Transportmittel und Transportdistanz wird die Umwelt unterschiedlich belastet. Am stärksten ins Gewicht fallen Flugtransporte.

Beispielsweise verursacht ein Kilogramm Erdbeeren, das im Winter aus Ägypten eingeflogen wird, drei Kilogramm CO2. Rund 30-mal besser sieht die Klimabilanz bei Saison-Erdbeeren zwischen Juni und August aus der Schweiz aus. Solche Erdbeeren verursachen pro Kilogramm nur noch 0,14 Kilogramm CO2.

Produkte mit empfehlenswerten Labels

Einige Labelprodukte bieten ebenfalls einen Mehrwert für Umwelt und Gesundheit. Die Stiftung für Konsumentenschutz hat zusammen mit Pusch, Helvetas und WWF die 31 wichtigsten Lebensmittel-Labels untersucht, hinsichtlich Nachhaltigkeit bewertet und eine Liste mit empfehlenswerten Labels publiziert.

Mit diesen Massnahmen kann die Umweltbelastung um bis zu 18 Prozent reduziert werden. 

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