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Schulpavillons 1903 – 2017

Der Schulpavillon ist in der Geschichte des Schulhausbaus der Stadt Zürich ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil. Die über hundertjährige Schulpavillon-Geschichte zeigt eine permanente Entwicklung von der einfachen Schulbaracke bis hin zum zeitgemässen «Züri Modular»-Pavillon der «zweiten Generation».

Ansicht «Züri Modular»-Pavillon beim Schulhaus Hutten 1998, Aufstockung 2013 (© Rasmus Norlander, Zürich)
Ansicht «Züri Modular»-Pavillon beim Schulhaus Hutten 1998, Aufstockung 2013 (© Rasmus Norlander, Zürich)

Die Gründe, die für den Einsatz von Schulpavillons sprechen, sind vielfältig: wachsende bzw. periodische Schwankungen von Schülerzahlen, das schnelle Reagieren auf Kapazitätsspitzen, vorläufiger Schulraum in Entwicklungsgebieten oder geringer Mehrbedarf an Flächen bei bestehenden Schulanlagen. Auch Neue Lehr- und Betreuungsangebote beeinflussen den Raumbedarf und machen das flexible und situative Ergänzen bestehender Schulbauten notwendig.

Über rund ein Jahrhundert hat sich der Schulpavillon in der Stadt Zürich als pragmatische Lösung bewährt und sich in diesem Zeitraum baulich deutlich verändert und weiterentwickelt. Waren es um die Jahrhundertwende zunächst einfache Holzbauten, die vollständig in ihre Einzelteile zerlegt und an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden konnten (Fissler Pavillon, erbaut zwischen 1903 und 1912), so kamen nach dem Zweiten Weltkrieg standardisierte, ortsgebundene Pavillons aus Holz-Riegel-Konstruktionen mit steinernen- oder verputzten Eingangsfronten hinzu (Steiner Pavillon, erbaut zwischen 1946 und 1952). In den 1960er- und 1970er-Jahren kamen sogenannte «Raumzellen» des Variel-Systems zum Einsatz: Vorgefertigte Raummodule aus Stahl und Beton, die vor Ort aneinandergereiht wurden (Variel Pavillon, erbaut zwischen 1963 und 1971).

Der «Züri Modular»-Pavillon kommt seit rund 20 Jahren in der Stadt Zürich zum Einsatz. Auch er besteht aus Raummodulen: zweigeschossige Holzkonstruktionen mit hinterlüfteter Aussenfassade. 2012 wurde der ZM-Pavillon baulich weiterentwickelt: Die Grundrissfläche wurde um zehn Prozent vergrössert und besteht seitdem aus zehn statt neun Modulen pro Geschoss. Der Minergie-Eco-Standard wird erfüllt und die dreigeschossige Bauweise wurde eingeführt. So ist aus dem Pavillon schon beinahe ein kleines Schulhaus entstanden.

Schulpavillon Standorte 2017
Schulpavillon Standorte 2017

  

«Züri Modular»-Pavillon «2. Generation»

Am Beispiel der Schulanlage Milchbuck:

  • Bauherrschaft: Immobilien Stadt Zürich
  • Vertreten durch: Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
  • Entwurf: Bauart Architekten und Planer AG, Bern
  • Bauzeit: 2015
  • Erstellungskosten: 2.9 Mio Franken

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