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Regenbogenfamilien

Die traditionelle Mutter-Vater-Kind-Familie wird noch oft als gesellschaftliche Norm angesehen. Doch die Realität der Familienformen ist vielfältiger, bunter. Bei Familien, in denen sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul oder trans* bezeichnet, spricht man von «Regenbogenfamilien». In der Schweiz leben schätzungsweise rund 30'000 Kinder in solchen Familien.

Rechtlich benachteiligt

Regenbogenfamilien haben nicht die gleichen Rechte und Chancen: Gleichgeschlechtlichen Eltern ist es verboten, gemeinsam ein Kind zu adoptieren. Lesbischen Paaren bleibt zudem die Insemination mit ärztlicher Unterstützung verwehrt. Seit 01. Januar 2018 besteht allerdings die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen das Kind der Partnerin oder des Partners zu adoptieren. Die Stiefkindadoption steht sowohl Paaren in eingetragener Partnerschaft als auch Paaren in einer faktischen Lebensgemeinschaft offen. Damit werden Benachteiligungen bezüglich Erbschaft und Waisenrenten aufgehoben und die Stiefkinder dem vollen Schutz des Kindsrechts unterstellt. 

Starke Eltern – starke Kinder

Je selbstbestimmter die Eltern und Betreuungspersonen, je unterstützender das soziale Umfeld, desto stärker und glücklicher können Kinder ihr Leben angehen, unabhängig von Blutsverwandtschaft und biologischem Geschlecht.

Unsere Fachstelle setzt sich ein für

  • ein diskriminierungsfreies Zusammenleben in verschiedenen Familienkonstellationen.
  • die Sensibilisierung der Bevölkerung und Behörden, insbesondere auch von Betreuungspersonen, Lehr- und Fachkräften.

Ein Beitrag dazu ist die Broschüre «Regenbogenfamilien». Sie macht die Lebensrealitäten von Kindern und Eltern aus Regenbogenfamilien sichtbar und hält für Fachpersonen Tipps und Informationen bereit.

Cover Broschüre Regenbogenfamiilien

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