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Neubau Wohnsiedlung Letzi

Auf dem Areal Letzibach D in Zürich-Altstetten soll eine neue Überbauung mit 265 Wohnungen, einem Kindergarten und Gewerbenutzungen im Erdgeschoss entstehen. Die drei Bauträgerinnen – Liegenschaften Stadt Zürich, die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich und die Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien – streben eine gute Durchmischung der Siedlung über das vielfältige gemeinnützige Wohnungsangebot an.

Visualisierung Wohnsiedlung Letzi mit Gleisraum (© Gut & Schoep Architekten GmbH)
Visualisierung Wohnsiedlung Letzi mit Gleisraum (© Gut & Schoep Architekten GmbH)

  • Bauherrschaft
    Stadt Zürich
  • Eigentümervertretung
    Liegenschaften Stadt Zürich
    Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich SAW
  • Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien SWkF
  • Bauherrenvertretung
    Amt für Hochbauten
  • Architektur
    Gut & Schoep Architekten AG, Zürich
  • Baumanagement
    GMS Partner AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    Neuland Landschaft GmbH, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    MWV Bauingenieure AG, Baden

  • Auswahlverfahren
    Architekturwettbewerb im selektiven Verfahren nach SIA 142 (einstufig, anonym) mit anonymer Überarbeitung, 2016
  • Politischer Prozess
    Objektkredit in Gemeinderat
  • Objektkredit
    CHF 57,76 Millionen
  • Bauzeit
    2021 – voraussichtlich 2025

Die Stadt Zürich hat das rund 10 000 m2 grosse Wettbewerbsareal Letzibach D im Jahr 2013 von den SBB erworben. Das Grundstück in Zürich-Altstetten ist Nord-Süd ausgerichtet und liegt zwischen dem offenen Gleisfeld und der starkbefahrenen Hohlstrasse. Die neue Überbauung mit ihren 265 kommunalen Wohnungen leistet einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung des sich rasch wandelnden Quartiers Letzi. Sie setzt mit dem 24-stöckigen Hochhaus einen markanten Hochpunkt zwischen dem Gleisfeld und der Hohlstrasse. 

Breit gefächerte BewohnerInnen- und Nutzerschaft

Die sorgfältig entwickelten Wohnungsgrundrisse und der vielfältige Wohnungsmix ermöglichen eine gute Durchmischung in der neuen Überbauung. Sämtliche Wohnungsgrössen orientieren sich an den Flächenvorgaben der kantonalen Wohnbauförderungsverordnung. Im Hochhaus sind die 131 Wohnungen für ältere Menschen (Stiftung Alterswohnungen Stadt Zürich) vorgesehen. Die 53 Wohnungen der Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien und die 81 Wohnungen von Liegenschaften Stadt Zürich sind im flacheren, zusammenhängenden achtgeschossigen Baukörper vorgesehen. Die drei Wohnbaueinheiten sind jeweils mit separaten Zugängen erschlossen. Im Erdgeschoss zur Hohlstrasse stehen für Gewerbe, Büros und Ateliers Räume zur Verfügung, während der Kindergarten und die Kindertagesstätte mit direktem Zugang zum Siedlungshof am Gleisfeld angeordnet sind. Insgesamt steht für diese Zusatznutzungen in den Erdgeschossen eine Fläche von rund 1500 m2 zur Verfügung. 

Vielfältige Aussenräume für Bewohnende und Quartier

Dank der verdichteten Bauweise bieten sich den Bewohnenden rund um die Baukörper unterschiedlich gestaltete Aussenräume. Der grosszügige gemeinsame Siedlungshof ist zum Gleisfeld orientiert und knüpft an die Veloverbindung dem Gleisraum entlang an. Vor dem Hochhaus – zur Hohlstrasse hin – ist als Abschluss der Achse Flurstrasse ein kleiner urbaner Platz geplant. Die Aussenräume werden in Anlehnung an das bereits seit 2010 bestehende Freiraumkonzept Letzi sorgfältig ausgestaltet. Auf eine biodiverse Bepflanzung des Areals legt die Stadt Zürich grossen Wert. 

Wohnungsbau im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft

Mit dem Bau werden die Energiekennwerte des Minergie-P-ECO-Standards den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft entsprechend erreicht. Eine ewz geplante und finanzierte Photovoltaik-Anlage ermöglicht es, einen Anteil an erneuerbaren Energien auf dem Grundstück selber zu erzeugen. Mieterschaft und Bauträgerinnen bilden eine Eigenverbrauchsgemeinschaft, sodass der auf den Dächern der Wohnsiedlung produzierte Strom vor Ort genutzt werden kann. Eine ökologisch wertvolle Dachbegrünung wird auf die spezifischen Tier- und Pflanzenarten abgestimmt, die auf dem angrenzenden Bahnareal vorkommen.

Architekturwettbewerb

Zur Qualitätssicherung von Neubauten setzt das Amt für Hochbauten auf den Architekturwettbewerb. Im Jahr 2016 wurde ein einstufiger, anonymer Architekturwettbewerb im selektiven Verfahren gemäss Ordnung für Architektur- und Ingenieurwettbewerbe SIA 142 (Ausgabe 2009) durchgeführt. 12 Teams zusammengesetzt aus Fachleuten der Bereiche Architektur, Landschaftsarchitektur und Bauingenieurwesen haben einen Projektvorschlag eingereicht. Für Preise und Ankäufe standen 280 000 Franken (exkl. MwSt.) zur Verfügung. Für die Überarbeitung standen zusätzlich je 20 000 Franken pro Team zur Verfügung. 

Nach einer unvorhergesehenen anonymen Überarbeitung stand das Siegerprojekt «MIRA» fest. Die vielfältigen Wohnungsgrundrisse sind sorgfältig entwickelt und auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Eigentürmer und künftigen Mieterschaft ausgerichtet. Das Projekt ist auch der im Wettbewerbsprogramm geforderten Hochhauslösung nachgekommen und überzeugte mit dem präzise gesetzten neuen Gebäudeensemble, das Aussenräume unterschiedlicher Qualitäten ermöglicht.

Situationsmodell MIRA
Situationsmodell MIRA

MIRA

1. Rang | 1. Preis
Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur
    Gut & Schoep Architekten GmbH, Zürich

Standort

Wohnsiedlung Letzi
Hohlstrasse 444
8048 Zürich

Aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen

Derzeit finden keine Veranstaltungen bzw. Ausstellungen statt.

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