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Zecken sind spinnenartige Tiere und ernähren sich vom Blut anderer Lebewesen - auch von uns Menschen. Der Stich einer Zecke wird kaum wahrgenommen. Über den Stich können aber Krankheiten wie Lyme-Borreliose oder Hirnentzündung übertragen werden.

Wo gibt es überhaupt Zecken?

Zecken bewegen sich am Boden, im Gras, auf Büschen oder im Unterholz. Hier warten sie auf ihre «Wirte» und lassen sich innert Sekundenbruchteilen auf Lebewesen - z.B. einen Menschen - fallen. Dann suchen sie sich eine besonders dünne, feine Hautstelle aus und stechen zu. Meist hinter den Ohren, zwischen den Beinen, in der Kniekehle, in der Achselhöhle oder am Nacken.
Ihr Stich tut nicht weh, da ihr Speichel eine betäubende Substanz enthält. Einige Zecken sind jedoch mit gefährlichen Krankheitserregern infiziert.
 

Diese Krankheiten können durch Zeckenstiche übertragen werden:

Die Lyme-Borreliose: Mit ihrem Stich können Zecken die bakteriellen Erreger dieser Krankheit übertragen. Meist bildet sich nach wenigen Tagen eine ringförmige Hautrötung, manchmal treten auch Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen auf. In diesen Fällen den Arzt aufsuchen. Diese Krankheit kann - wenn sie früh erkannt wird - mit Antibiotika gut behandelt werden. 

Die Zeckenenzephalitis (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, FSME oder auch Hirnentzündung genannt) wird vom FSME-Virus ausgelöst, der durch den Zeckenstich übertragen werden kann. Symptome für die Ansteckung sind ähnlich wie bei der Grippe. Es können bei schwereren Verläufen der Hirnhaut- oder Hirnentzündung auch Schwindel, bis hin zu Lähmungen  auftreten. Diese Krankheit kann durch eine Impfung (beim Schularzt oder der Haus-/Kinderärztin) verhindert werden. Sie ist ab 6 Jahren empfohlen.

Beide Krankheiten kommen in der Region Zürich vor und sind auch in der weiteren Schweiz verbreitet.
 

Wichtig: So schützen Sie sich und Ihre Kinder vor Zeckenstichen

  • Verhindern Sie möglichst, dass Zecken überhaupt auf Ihre oder die Haut Ihrer Kinder gelangen. Tragen Sie beim Aufenthalt in der Natur geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen. Stecken Sie die Hosenbeine in die Socken, so dass die Haut geschützt ist.
  • Suchen Sie nach Ausflügen in der Natur den Körper auch an versteckten Stellen nach Zecken ab und wenn Sie eine finden, entfernen Sie diese.
     

Was tun, wenn eine Zecke zugestochen hat?

  • Entfernen Sie die Zecke möglichst rasch: Dazu mit einer Pinzette Zecke nahe an der Haut fassen und gerade herausziehen, danach die Haut desinifizieren.
  • Keine Substanzen wie Öl oder Klebstoff auf die Zecke streichen.
  • Einstichstelle und Datum des Stiches notieren, aber auch den Ort (Wald, Wiese, etc. oder Dorf in der Nähe) angeben, wo der Stich stattgefunden hat (dies kann auch aus versicherungstechnischen Gründen relevant sein!).

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Information des Bundesamts für Gesundheit

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