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Amphibien fördern

Erdkrötenpaar (Bufo bufo) am ablaichen (Bild: Harad Cigler)

In Zürich leben 10 der 20 Amphibienarten der Schweiz. Es sind häufigere Arten wie der Grasfrosch und Bergmolch und seltenere Arten wie die Gelbbauchunke und Geburtshelferkröte vertreten. Auch der eingeschleppte, invasive Seefrosch lebt in Zürich. 
Alle Amphibien ausser der Feuersalamander leben in Weihern und Tümpeln. Deshalb ist es für Grün Stadt Zürich wichtig, dass die rund 300 städtischen Kleingewässer erhalten und gepflegt werden. Wo möglich, werden neue geschaffen.

Amphibien schützen

Weiher am Gänziloo

Amphibien und ihre Lebensräume sind geschützt. Beschädigte oderzerstörte Kleingewässer müssen ersetzt werden. Amphibien und ihr Laich dürfen nicht gefangen oder umgesiedelt werden. Es ist verboten, die Tiere zu töten oder zu verletzen.
Schulausflüge an Gewässer müssen angemeldet werden. Die unter «Downloads» aufgeführten Aufzuchtanleitungen müssen befolgt werden.

Amphibienwanderung

Amphibienleitsystem im Degenried

Zehntausende Amphibien wandern jährlich durch den Strassenraum. An den sogenannten Zugstellen überqueren sie in hoher Anzahl die Strassen. Dabei werden leider viele Tiere überfahren. In Zürich gibt es Zugstellen, die mit Warntafeln gekennzeichnet sind. Beim Weiher Degenried und den Katzenseen sind spezielle Amphibienleitsysteme erstellt worden.

Helfen auch Sie mit, die Frösche sicher über die Strasse zu tragen: Freiwillige für Amphibienwanderungen

Amphibien und Entwässerungssystem

Ein Grasfrosch (Rana temporaria) steigt auf einer Amphibienleiter aus dem Schacht.

Amphibien fallen in Strassenschächte, weil sie meistens den Randsteinen entlang wandern. So landen jährlich tausende Tiere in der Entwässerung und werden ins Klärwerk Werdhölzli gespült. Dort können sie auf  speziellen Rampen aus den Klärbecken aussteigen. An einigen Orten in Zürich sind Amphibienleitern in Strassensammler eingebaut und Randsteine abgeschrägt worden. So können die Tiere direkt vor Ort wieder aus der Falle klettern und den Strassenraum verlassen. Dank diesen Massnahmen landen nur noch halb so viele Amphibien im Klärwerk.

Unten finden sie die städtische Richtlinie für Strassenbauprojekte in Amphibienzonen und einen Bericht zu Amphibien im Entwässerungssystem (karch).

Amphibien und Aquarienfische

Goldfischschwarm (Carassius gibelio) in einem Weiher am Uetliberg.

Es ist verboten, Zierfische in Gewässern auszusetzen. Dies wird strafrechtlich verfolgt. Ausgesetzte Zierfische stören das ökologische Gleichgewicht und schaden vor allem den Amphibien. Ausserdem können Zierfische nicht einfach abgefischt werden. Dafür müssen die Gewässer mit schweren Maschinen aufwändig trockenlegt werden. Diese Massnahmen sind sehr teuer.
Falls Sie Ihre Tiere nicht mehr halten möchten, können Sie ein Inserat schalten oder mit einer Auffangstation für Fische Kontakt aufnehmen:

Auffangstation für Zierfische 
Verein AquaTerra-Herz

Weitere Informationen

Kontakt