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Füchse

Rotfüchse gehören auch in der Stadt Zürich zu den im Siedlungsgebiet lebenden Wildtieren. In der Bevölkerung stossen sie auf die unterschiedlichsten Reaktionen. Eine Auswahl der wichtigsten Fragen und Antworten:

Eine Fähe mit einem Jungtier an einem Stadtzürcher Bahndamm (Foto Grün Stadt Zürich, Max Ruckstuhl)

Wie verhalte ich mich, wenn ich einem Fuchs begegne?

Bleiben Sie ruhig stehen, beobachten Sie ihn und geniessen Sie die Begegnung – wie wenn Sie im Wald einem Reh begegnen. Nähern Sie sich ihm nicht an, und warten Sie, bis er abgezogen ist. Angst müssen Sie keine haben.

Greifen Füchse den Menschen an?

Nein. Füchse sind von Natur aus scheu und gehen den Menschen aus dem Weg. Jungtiere können jedoch sehr neugierig sein und erkunden dabei die Umgebung.
Werden Füchse angefüttert, können sie aufdringlich werden und dem Menschen zu nahe kommen, Um sie zu vertreiben, soll man sie mit lauter Stimme oder einem Wasserstrahl verjagen. Siehe auch die folgende Frage. 

Darf ich Füchse füttern?

Füttern ist unverantwortlich. Füchse, die durch den Menschen angefüttert werden, verlieren ihre natürliche Scheu vor den Menschen und werden aufdringlich. Das führt zu Problemen und zu Reklamationen. Früher oder später müssen solche Füchse erlegt werden, weil dieses Verhalten nicht mehr abzugewöhnen ist und auch an die Jungtiere weitergegeben wird. Auch Katzen- oder Hundefutter soll keinesfalls auf der Terrasse oder im Garten stehen gelassen werden, da dies Füchse anzieht und sie sich an den Futterplatz gewöhnen.

Was tun, wenn Füchse in meinem Garten leben?

Wenn eine Füchsin mit ihren Jungen einen Unterschlupf in Ihrem Garten bewohnt, sollten Sie dies dem zuständigen Wildhüter melden. Sobald der Bau nach der Aufzucht der Jungtiere nicht mehr bewohnt wird, wird er ihn unzugänglich machen. 

Sind Füchse eine Gefahr für unsere Haustiere im Garten?

Kleintiere wie Meerschweinchen, Kaninchen oder Geflügel bedürfen Schutz. Dazu sollten die Tierbehausungen im Garten mit einem robusten Maschendrahtgitter eingezäunt werden. Katzen und Hunde haben von Füchsen wenig zu befürchten. Katzen haben die Möglichkeit, auf den nächsten Baum zu klettern. Nur in ganz seltenen Fällen können dem Fuchs auch ganz junge, altersschwache oder kranke Katzen zum Opfer fallen. Um dies zu verhindern, können sie nachts in der Wohnung gehalten werden. 

Können Füchse Krankheiten übertragen?

Übertragungen von Krankheiten durch Füchse auf Haustiere oder Menschen sind sehr selten. Sichtlich kranke oder verletzte Füchse sollten dem Wildhüter gemeldet werden.

  • Fuchstollwut: Die Schweiz gilt seit 1999 als frei vom Erreger der Fuchstollwut.
  • Die Fuchsräude ist ein Milbenbefall (Sarcoptes-Milbe) und tritt seit ca. 2010 in Zürich gehäuft auf. Sie führt bei praktisch allen erkrankten Füchsen zu massivem Haarausfall und letzten Endes zum Tod. Bei direktem Kontakt mit befallenen oder toten Füchsen oder auch an Fuchsbauten kann die Krankheit in seltenen Fällen auch auf den Menschen (der Mensch ist ein Fehlwirt) oder Haustiere (Hunde, selten auch Katzen) übertragen werden, wobei sie gut behandelt werden kann.
  • Der Fuchsbandwurm ist für den Fuchs selbst harmlos. Er kann aber den Menschen befallen, über mit Fuchskot verschmutzte Beeren, Fallobst oder Gemüse. In der ganzen Schweiz erkranken allerdings jährlich nur gerade 1–2 Menschen pro Million Einwohnerinnen und Einwohner. Betroffen sind dann meist Organe wie Leber, Lunge oder Hirn. Eine medikamentöse oder operative Therapie ist möglich, aber schwierig. Daher lohnt es sich, Fallobst, Beeren und Gemüse gründlich zu waschen oder zu kochen sowie Hunde und Katzen regelmässig zu entwurmen.
  • Füchse können auch Träger der Staupe, einer Viruserkrankung sein. Für den Menschen ist sie ungefährlich. Hauskatzen erkranken nicht daran, und Hunde können geimpft werden. 

Kranke und sich abnorm verhaltende Füchse werden, um das Leiden zu verkürzen, von den Wildhütern kontrolliert erlegt.

 

 

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