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Klusplatz

stadt-zuerich.ch/klusplatz
Das Bild zeigt den Klusplatz mit der Wendeschlafe und einem wartenden Tram und Bus

Der Klusplatz ist ein wichtiger Knoten des öffentlichen Verkehrs und des motorisierten Individualverkehrs in Hirslanden. Die Veloführung ist heute lückenhaft und die bestehenden Haltestellen sind grösstenteils nicht hindernisfrei ausgestaltet. Die Aufenthaltsqualität ist unterdurchschnittlich.

Eine Motion aus dem Gemeinderat fordert den Stadtrat auf, den Klusplatz neuzugestalten. Die Tram- und Bushaltestellen sollen benutzerfreundlich und hindernisfrei umgebaut werden. Die Umsteigebeziehungen sollen sich verbessern und die Veloverbindungen gemäss Richtplan umgesetzt werden. Der bedeutende Platz soll auch eine städtebauliche Aufwertung erhalten. Die Quartierbevölkerung wird über einen informellen partizipativen Prozess frühzeitig in die Projektentwicklung miteinbezogen.

Bisherige Studien

Skizze vom Klusplatz aus der Vogelperspektive

Im Jahr 2011 wurde eine Motion eingereicht, die eine benutzerfreundlichere und behindertengerechtere Gestaltung der Haltestellen am Klusplatz forderte. Dies führte zur Durchführung einer Verkehrsstudie im Jahr 2014, die zeigte, dass barrierefreie Ein- und Ausstiege an den Tram- und Bushaltestellen nur mit geraden Haltekanten möglich wären. Dies hätte den Abriss von Gebäuden im Bereich der bestehenden Wendeschlaufe oder die Reduzierung von Fahrstreifen auf der Witikoner- und Asylstrasse erfordert. Deshalb wurden die Massnahmen als nicht machbar eingestuft.

Im Jahr 2018 wurde ein Projekt initiiert, das neben der Erneuerung der Gleise im Bereich der Wendeschlaufe und des Fahrbahnbelags auf der Witikonerstrasse auch die Umsetzung von Velostreifen stadtein- und stadtauswärts vorsah. Im Planungsverlauf zeigte sich, dass die Tramgleise saniert werden müssen, bevor die Planung abgeschlossen werden kann. Deshalb wurden die Gleise losgelöst von den Belagserneuerungen und Velomassnahmen im Oktober 2022 bereits ersetzt.

Es folgte eine verkehrliche Machbarkeitsstudie, die die Ergebnisse der Verkehrsstudie von 2014 und des Vorprojekts von 2018 hinsichtlich Verkehrsbewältigung konkretisierte. In der Machbarkeitsstudie wurden im August 2022 die inhaltlichen Zielsetzungen, Rahmenbedingungen und Stossrichtungen für das auszuarbeitende Umgestaltungsprojekt ausformuliert.

Aktuelles Projekt

Die bereits erarbeiteten Erkenntnisse und Stossrichtungen bilden die Grundlage für die aktuelle Projekterarbeitung. Um die Möglichkeiten zu erweitern, zieht das aktuelle Projekt eine Plafonierung des motorisierten Individualverkehrs durch ein grossräumiges Verkehrs- und Stauraummanagement in Betracht. Dafür und für die Platzgestaltung als mögliches Quartierzentrum werden die Bedürfnisse und die Nutzung des öffentlichen Verkehrs sowie des Fuss-, Velo- und Autoverkehrs konsolidiert.

Darüber hinaus werden Hitzeminderungsmassnahmen, insbesondere die Pflanzung von zusätzlichen Bäumen, geprüft. Zudem könnte die Bachoffenlegung des Hegibachs eine Aufwertungschance bieten. Das Projekt wird sorgfältig auf die angrenzenden historischen Gebäude und kommunal geschützten Objekte abgestimmt.

Aufgrund von zu hohen Lärmbelastungen entlang einiger Strassenabschnitte sind auch Massnahmen zur Lärmsanierung erforderlich, In diesem Rahmen wird auch die Einführung der Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h geprüft.

Mitwirkung

Personen, die im Umfeld des Klusplatzes wohnen, arbeiten, sich dort aufhalten, umsteigen oder vorbeifahren, haben unterschiedliche Interessen. Die Betroffenen sollen, vor der regulären öffentlichen Planauflage in einem informellen Mitwirkungsprozess in die Projektentwicklung einbezogen werden. 

In einem ersten Schritt lud das Tiefbauamt Vertreter*innen von Quartiervereinen, Schulen und Elternräten, der offenen Jugendarbeit sowie angrenzenden Gewerbebetrieben zu einer Begehung und Gruppengesprächen ein. Diese Auftaktveranstaltung fand am 25. November 2023 statt. Die Rückmeldungen fliessen in die Projektbearbeitung ein. Der Ergebnisbericht und die Präsentation der Auftaktveranstaltung können heruntergeladen werden.

Im Sommer 2024 wird das Projektteam der gleichen Gruppe die Bestvariante vorstellen und mit dem Zielbild aus den Gruppengesprächen abgleichen. In einem dritten Schritt ist vorgesehen, die konsolidierte Bestvariante an einer öffentlichen Quartierveranstaltung zu präsentieren bevor sie zur formellen Mitwirkung gemäss § 13 des kantonalen Strassengesetzes öffentlich aufliegt.

Insgesamt zielt das Projekt Klusplatz darauf ab, die Verkehrssituation zu verbessern, die Lebensqualität im Quartier zu erhöhen und sicherzustellen, dass der Klusplatz ein zentraler Verkehrsknotenpunkt bleibt, der den Bedürfnissen unserer Stadt gerecht wird.

Kontakt

Tiefbauamt
Werdmühleplatz 3
Amtshaus V
8001 Zürich

Projektleiter

Marco Gloor
Telefon 044 412 25 47
Kontaktformular

Weitere Informationen